Tuesday, November 9, 2010

4.11 - 13.11. Biwakflug von Antofagasta Richtung Norden

4. November
Start in Hornitos

Von Antofagasta fuhren wir ca. 50 km (Richtung Norden) nach Hornitos. In Hornitos wollten wir Essen fuer unsere ersten Flugetappen einkaufen.
Da dieses Nest leider ein Touristenort fuer Sommerbadegaeste ist, war das Dorf so gut wie ausgestorben. Bis auf ein paar Bauarbeiter war leider niemand anzutreffen.
Deshalb machten wir uns mit dem bisschen Essen das wir noch von unserer Busfahrt dabei hatten auf die Suche nach einem geeigneten Startberg.
Zur Siesta wanderten wir (beladen mit ueber 20 kg schweren Rucksaecken) in bruetender Hitze ca. 2h auf den 600m hoch gelegenen Startplatz.
Nachdem wir den mit scharfkantigen Steinen u. ausgedoerrten Kakteen uebersehten Startplatz erreichten, mussten wir mit der Starterei noch eine Weile warten, da die thermischen Abloesungen fuer einen sicheren Start zu stark waren.
Als um 5 Uhr Nachmittag der Wind weniger wurde, gings zu unserer ersten Etappe unserer Biwaktour Richtung Norden los.
(Anmerkung von Maria: Um 5 Uhr Nachmittags stieg der neue Mentor 2 zu seinem Jungfernflug in den chilenischen Himmel empor ;-)
Gemeinsam legten wir bei diesem teilweise sehr bockigen Abendflug in ca. 2,5 h eine Strecke von 25km zurùeck.
Zur Abenddaemmerung (7:30Uhr) landeten wir auf einem 700m hoch gelegenen Plateau nahe der Ortschaft Michilla.
Dort bauten wir unser neues Hubba Hubba auf.
Zum Essen gabs leckeres Wurst, Káese, Brot u. die Fruehstuecksbox von Turbus.






5. November
Flug nach Tocopilla

An diesem Morgen konnten wir uns mal so richtig ausschlafen, da sich unser Schlafplatz auch bestens zum Starten eignete.
Als uns gegen 12:30 Uhr Geier gutes Steigen anzeigten, starteten wir in die labile Fruehlingsluft.
Die Bedingungen waren an diesem Tag sehr gut.
Die Basis lag auf ca. 1200 m, teilweise hatten wir unterm Kondensat Steigwerte von 7m\s.
Mit der Unterstuetzung von einem 10er S/W Wind erreichten wir um kurz nach 16:00 Uhr unser 75 km entferntes Ziel, die Salpeterstadt Tocopilla.
Nachdem wir am am Strand gelandet waren, wurden wir von den Einheimischen herzlichst begruesst.
Der Hund der auf Christians Schirm pinkelte freute sich am Allermeisten ;-)
Einer der Einheimischen brachte uns mit dem Auto ins Zentrum.
Dort kauften wir Essen fuer die naechsten Tage.
Waerend ich mich anschliessend auf die Suche nach einer Unterkunft machte, blieb Maria bei unserem Gepaeck u. wurde von ein paar Schulkinder auf lustige Art unterhalten.
Am Abend goennten wir uns noch einen Hotdog + Fleischspiess+ Corona XXL.








6. November
Absaufer in Tocopilla

Am Morgen holten wir uns telefonisch beim Airport Iquique die Berechtigung fùer einen Einflug in den gesperrten Luftraum.
Anschliessend erklommen wir hoechstmotiviert in 1,5h den am Stadtrand liegenden Startberg.
Waerend unseren Startvorbereitungen feierten einige Jugendliche eine Bergmesse.
Die Flugbedingungen sahen an diesem Tag grausig aus.
Die 8/8 Bewoelkung hing tief unter den Berggipfeln, es hatte einen 15er Blasius aus Nord.
Maria Startete um 13:00 Uhr als Erste, aufgrund der gaga Flugbedingungen stand sie nach kurzer Zeit wieder am Boden.
Christian landete kurz darauf ebenfalls am Talboden neben Maria.
Da es an dem Tag nach keinem Weiterkommen aussah, gingen wir frustriert zurueck in die Stadt u. goennten uns Bierli + Fleischi.

Nicht mehr ganz so locker laessig stapften wir am Abend zum 2ten Mal auf den Startberg.
In der Abenddaemmerung bauten wir dann unser Hubba Hubba neben dem Gipfelkreuz auf.
Als Belohnung fuer den zweiten Aufstieg an diesem Tag gabs Kuchen u. Wein.




7. November
Blauer Himmel u. doch kein Weiterkommen

An diesem Morgen sah das Wetter komplett anders aus als am Vortag.
Der Himmel war blau u. es war keine einzige Wolke zu sehen.
Diese Tatsache stimmte uns zuversichtlich fuer einen Weiterflug Richtung Iquique.
Als dann gegen Mittag noch kein Cumulant zu sehen war, erneut starker N-Wind einsetzte und die Geier bei Kreisen mit den Fluegel flattern mussten, voerfluechtigte sich unser anfaenglicher Optimismus.
Christian startetes diesmal als Erster. Da es zu Beginn sehr zaeh nach oben ging, wartete Maria noch eine Weile. Als sich die Bedingungen besserten folgte Maria Christian.
Durch Marias frechen u. ungeduldigen Flugstil musste sie leider nach 15km landen.
Christian spiralisierte 800Hm ab u. landete wenig spaeter neben Maria.

Per Autostop gings dann ins naechste Dorf um Wasser u. Essen aufzufuellen.
Frisch beladen fuhren wir zurueck zu Marias unfreiwilligen Landeplatz.
Am nahegelegenen Wuestengolfplatz schlugen wir unser Nachtlager auf.
Waerenddessen wir am Abend den Tag beim Lagerfeuer ausklingen liessen,
klaute uns ein streunender Koeter Brot aus unserem Zelt.
Du Dreckshund du!






8. November
Leefliegerei

Nach einer Nacht am Strand wanderten wir durch Wuestensand u. Geroell auf einen ca. 250Hm hoch gelegenen Startplatz.
Dort starteten wir auf einen bei einem 30ger S Wind u. soarten bis zur sehr tiefen Basis auf.
Da zu Beginn die Bewoelkung keine Sonne durchliess, gurkten wir an dieser S-Flanke eine Weile lokal herum.
Als dann die Basis bedenklich tief wurde (ein Teil des Bergrueckens ueber den wir drueberschluepfen mussen war bereits im Nebel) entschlossen wir uns fuer einen Weiterflug Richtung Norden.
Also machten wir noch einmal max. Hoehe u. flogen mit einem 35iger S ueber die Kante ab ins Lee.
Einmal durch die Waschmaschine durch u. Maria stand schonwieder am Boden ;-(
Christian konnte einen bockigen Leebart (umsonst) ausgraben. An der Basis angekommen, stellte er fest, dass es Maria nicht geschafft hat.

Da wir uns nach 5 anstrengenden Flug/Gehtagen eine Pause goennen wollte, stoppten wir zurueck nach Tocopilla.
Drei lustige Gringos nahmen uns mit ihrem PickUp mit in die Stadt.
Beim Fischwirt bestellten wir mit Hilfe unseres Bilderbuches Muscheln.
Danach gabs noch Cristall u. Budweiser.
Hmmm!






8. November
Rumhaengen in Tocopilla

Lange Schlafen, Rumhaengen, Blogspot schreiben...
Unsere bisher zurueckgelegte Strecke:

9. November
verfluchter Suedhang

Fruehmorgens aufgestanden um auf der Route 1 zum Startplatz zu stoppen.
Mit einem dicken lustigen Trucker gings dann Richtung Norden .
Nach einem 45 min. Aufstieg standen wir mal wieder an der Suedflanke, die uns 2 Tage zuvor einen Absaufer bescherte.
Die Bedingungen sahen an diesem Tag besser aus, der Suedwind schien nicht sehr stark zu sein u. an der Ridge bildeten sich kleine Cumulanten.
Bei einem Fehlstart in grobsteinigen Gelaende holte sich Maria leider ein aufgeschlagens Knie u. ein paar blaue Flecken.
Nun stand fuer Maria fest, dass sie den Weiterflug Richtung Norden nicht fortsetzten wird.
Daher ging es zu Fuss runter vom Berg u. per Anhalter wieder zurueck nach Tocopilla.
10. November
Tocopilla laesst uns nicht los
Nach der zweiten Niederlage an diesem bloeden Suedhang benoetigten wir wieder mal einen Tag Auszeit.
Den Tag verbrachten wir mit Essen, Herumhaengen u. Cocktail trinken.







11. November
weiter Richtung Iquique

Und schon wieder standen wir auf der Route 1 um Richtung Norden zu stoppen.
Nach einer halben Stunde Wartezeit nahm uns ein netter Lastwagenfaherer mit.
Christian stieg am Fusse der verfluchten Suedflanke aus um den Biwakflug fortzusetzen.
Maria fuhr mit dem Lastwagen weiter bis Iquique.
Christians Ziel war an diesem Tag 130 km bis nach Puerto Patillos zu fliegen.
Nach dam Start um 12:30 Uhr gings 130 km Richtung Norden nach Puerto Patillos.
Die Flugbedingungen waren an dem Tag abgesehen von 2 Lee Fliegereien u. einem 35ger S- Wind bei der Landung sehr einfach.
Nachdem er dann um 17:30 Uhr in dem Kaff Puerto Patillos gelandet war um dort die Genehmigung fuer den Weiterflug am naechsten Tag (ueber den Flughafen von Iquique) telefonisch einzuhohlen, marschierte er 3 km zurueck zur Ridge u. schlug dort sein Zelt im Lee einer Sandduene auf.
Zum Essen gabs an dem Abend leckere Nudeln mit Wursti u. Kaese.









12. November
Ankunft in Iquique

Christian ist an dem Morgen ca. 100m ueber dem Meer an einer Sandduene gestartet.
Nach dem Aufsoaren auf Grathoehe gings nur noch zaeh hoeher, da es gossflaechige Abschattungen gab.
Geier zeigten ihm immerwieder gute Thermik an u. erleichterten ihn das Weiterkommen zu seinem Tagesziel (Iquique).
Um 15:00 Uhr hatte er Iquique erreicht.
Nach der Landung neben der Stadt machte sich Christian auf die Suche nach dem Flightpark Altazor von Phillip Malty wo Maria auf ihn wartete.
Nach gemeinsamen Hendl Essen in der Stadt sassen wir abends mit ein paar deutsch/oesterreichischen Fliegern vom Flightpark bei einem Flscherl Wein zusammen.
Da im Flightpark kein Container mehr frei war, mussten wir wieder im Zelt schlafen.






Dies ist somit das Ende unserer Biwakgeschichte.
Eigentlich wollten wir bis Arica (Grenze zu Peru) fliegen, da Maria noch nicht ganz 100% fit ist, haben wir uns dazu entschieden in Iquique unseren Biwakflug zu beenden u. mit dem Auto das Hochland zu erkunden (siehe naechster Blog)
Unsere zurueckgelegte Strecke:


Weitere Bilder zum Text findet ihr unter folgenden Link:
http://picasaweb.google.com/RanklChristian/Chile#

1.11 - 3.11. Santiago; Busfahrt nach Antofagsta

1. November
Ankunft in Santiago

Nach einer 26h Anreise erreichten wir um 10:00 Uhr Vormittag Santiago de Chile.
Nach kurzem Feilschen mit dem Taxifahrer fuhren wir doch mit dem Bus u. der Metro ins Stadtzentrum.

Hilfsbereit wollten Chilenen uns den Weg erklaeren, obwohl sie unser Ziel gar nicht kannten.
Im Hostel angekommen wurden wir von Daniela u. Joki herzlichst begruesst.


Bussi Dani!
Die Wiedersehensfreude war sehr gross. Zur Feier des Tages wurde Marias selbstgemachter Zirbenschnaps verkostet.


2. November
Sonnenuntergang ueber Santiago

Am Vormittag besuchten wir die Nationalbibliothek um Karten fuers Biwakfliegen u. Wandern in Patagonien zu kaufen. Leider gabs fuer unsere Flug u. Wandergegenden keine geeigneten Karten.
Am spaeten Nachmittag wanderten wir auf ein Bergerl. Dort genossen wir (DaniJokiMariaChristian) bei einem Flascherl Wein den Sonnenuntergang ueber Santiago.
Abends gabs lecker Steak u. Grillhendl im Partyzentrum der Stadt.











3. November
Packen, Umpacken, Verpacken

Die fuers Biwakfliegen nicht benoetigten Utensilien verschickten wir als Paket nach Iquique ins Fliegercamp. Am Versandposten von Turbus wird ausgepackt, umgepackt und verpackt.
Der mitgebrachte Novakarton wird gut mit Klebeband verschlossen.
Als das Packerl dann versandfertig war, machte sich Christian auf die Suche nach seiner Geldtasche. Wer Christian besser kennt, wird sich denken koennen wo das Geldtascherl war...
Die Chilenen fanden unser konfuses Treiben sehr amuesant.

Nachdem wir uns von Dani u. Joki verabschiedet hatten, starteten wir mittags unsere 18 stuendige Reise nach Antofagasta mit Turbus.

Bis bald Dani (Anmerkung von Maria)


Tuesday, October 19, 2010

Morgen gehts los ;-)

Griaß Eich,

bald is es so weit!
Morgen werden wir für sechs Wochen nach Chile fliegen.


Unser grober Reiseverlauf:

Die ersten drei Wochen werden wir mit dem Gleitschirm im Biwak Stil ca. 600km von Antofagasta an die Grenze zu Peru fliegen.



Die letzten drei Wochen unserer Reise werden wir in Patagonien verbringen.

Unter diesem Link könnt ihr unseren Routenverlauf mitverfolgen:
http://share.findmespot.com/shared/faces/viewspots.jsp?glId=0XADKDDK80kvuro96iqEGasNetuhPiQY4

Wir werden versuchen hin u. wieder unsere Erlebnisse auf diesem Blog zu posten.

Christian u. Maria

Sunday, April 18, 2010

Thursday, January 14, 2010

Multimedia-Vortrag im Freizeitpark Micheldorf am 5.Februar um 19:00 Uhr

Hallo zusammen,

die beiden Christians werden am 5. Feb. um 19:00 Uhr im Freizeitpark Micheldorf (Oberösterreich) einen Vortrag übers Fliegen im Himalaya, Karakorum u. Tian Shan halten.
Wir werden an dem Abend über die "Highlights" unserer Reise erzählen,
wie z.B.:

  • mehrtägiger Biwakflug im indischen Himalaya
  • Streckenflüge über 230km im Hindokush u. Karakorum
  • Flughöhen über 7000m ohne künstlichen Sauerstoff
  • 2,5 wöchiger Biwakflug in Kirgistan (Tian Shan Gebirge)


Hier ein paar Videos zum Reinschnupper:

Paragliding in Pakistan from Salaam Aleikum on Vimeo.



Gleitschirmwanderung durch Kirgistan Tag 5: Endlich ein Flugtag from Salaam Aleikum on Vimeo.



grober Lageplan Freizeitpark Micheldorf :
Adresse: 4563 Micheldorf, Ziehbergstraße 9
Link zu Lageplan auf Google Maps:

http://maps.google.at/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Ziehbergstra%C3%9Fe+9+4563+Micheldorf&sll=47.883672,14.119513&sspn=0.006389,0.01929&ie=UTF8&hq=&hnear=Ziehbergstra%C3%9Fe+9,+Kremsdorf+4563+Micheldorf+in+Ober%C3%B6sterreich,+Kirchdorf+an+der+Krems,+Ober%C3%B6sterreich&t=h&z=16


Wir freuen uns auf euer Kommen
Viele Grüße
Christian

Tuesday, October 6, 2009

4. Oktober; Heimreise

Mitten in der Nacht (3 Uhr morgens) öffnete die Wechselstube, dort tauschte ich meine letzten Som in in Euros um.
Um 4:00 Uhr morgens wars dann so weit, wir starteten mit dem Flieger nach St. Petersburg, von dort aus gings dann weiter nach München.
Nachdem wir um 12:00 Uhr mittags in München gelandet waren, fuhren wir mit der S-Bahn zum Bahnhof.

Eigentlich wollten wir dort erstmal nur unser Gepäck verstauen, da wir noch zum Oktoberfest auf eine Mass u. ein Hendl schauen wollten. Doch als wir den Bahnhof erreicht hatten, entschieden wir uns dazu den nächsten Zug Richtung Heimwerts zu nehmen, da wir beide aufgrund unserer Müdigkeit keine Lust mehr aufs Oktoberfest hatten.
Bevor wir in den Zug Richtung Linz einstiegen, kaufte ich mir noch zwei leckere Fleischkäs - Semmerl mit süßem Senf u. ein Paulaner dazu. Unvorstellbar, wie gut das Zeug nach sechsmonatiger Abstinenz schmeckte.
Ich stieg dann in Wels in die Almtalbahn um u. fuhr schwarz bis Pettenbach-City.
Vom Pettenbacher Bahnhof aus erledigte ich dann (mit meinem 34 kg schweren Gepäck) den letzten km bis zu m Haus meiner Eltern per Pedes.
Dort wurde ich von der gesamten Family recht herzlich empfangen.

3. Oktober; Einkaufstour; Fahrt zum Flughafen

Am Vormittag hatte ich lange geschlafen.
Danach ging ich Duschen (was schon lange fällig war)
Zu Mittag machten wir uns auf die Suche nach einem großen Sportgeschäft, da ich mir zwei neue Wanderstöcke kaufen wollte (ich hatte bei der 6monatigen Reise insgesamt 4 Stöcke zerstört). Leider fanden wir nicht auf Anhieb ein Sportgeschäft das Wanderartikel verkaufte. Was wir fanden, war ein Chinesen North Face Shop.
Dort kaufe ich mir eine falsche „North Face“ Fließhose + Weste, ein T-shirt u. Socken, da ich kein sauberes gut, riechendes Gewand mehr hatte das ich für den Heimflug anziehen konnte (zum Waschen war keine Zeit mehr).
Nach der Einkaufstour machten wir 2x einen Torten - u. 1x einen Spagetti Stop.

Am Abend fuhren wir zum Flughafen um dort zu übernachten, da unser Flieger bereits am 4.Okt. um 4:00 Uhr morgens ging.
Am späten Abend legten wir uns dann auf den Wartebänken am Flughafen schlafen.
Was mir am Flughafen als sehr angenehm auffiel war, dass ich nach 6 Monaten zum ersten mal wieder Klopapier auf der Toilette vor fand ;-)